Ines Wegner
Diplom-Kauffrau an der Universität Rostock
Als ich im direkten Anschluss an mein BWL-Studium die Arbeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Rostock aufnahm, kamen neue und ungewohnte Herausforderungen auf mich zu. Neben der Assistenz des Professors gehört die Betreuung von Studenten zu meinen Hauptaufgaben am Lehrstuhl. Ein großes Feld nimmt dabei die Lehre ein, das heißt, den Studenten betriebswirtschaftliches Wissen in Lehrveranstaltungen kompetent zu vermitteln. Doch woher sollte ich diese Kompetenz nehmen?
Das Hochschuldidaktische Weiterbildungsprogramm bot mir die Möglichkeit, theoretisches Wissen zu verschiedenen Lehr- und Lernkonzepten kennenzulernen. Neben unterschiedlichen Methoden der Wissensaufbereitung und -vermittlung, wurden auch Themen von Nebenschauplätzen der Didaktik aufgegriffen. Beispielsweise wurden menschliche Stolperfallen bei der Bewertung von Prüfungsleistungen bewusst gemacht, Tipps und Tricks zum Schonen und Verbessern der eigenen Stimme vermittelt sowie an der Rhetorik praxisnah gearbeitet. Mehrfach konnte ich individuelle Probleme ins Seminar einbringen, wodurch sich die Nähe zur eigenen Lehre ergab.
Einer der größten Erfolge waren für mich aber die persönlichen Kontakte, die ich während der Veranstaltungen knüpfen konnte. Häufig erwiesen sich die Ratschläge und Lösungen von „Leidensgenossen“ als sehr hilfreich. Interessant war auch immer wieder, wie Juristen, Biologen oder auch Theologen mit ganz ähnlichen Problemen umgehen und sie auf verschiedene Art und Weise lösen. Das so entstandene Netzwerk gab auch immer wieder Rückhalt und Aufmunterung, wenn mal etwas nicht so gut geklappt hat.
Nach zwei Jahren habe ich die Hochschuldidaktische Ausbildung mit dem Zertifikat der Stufe III abgeschlossen. Die erlernten Kompetenzen helfen mir einerseits, mit der eigenen Lehrsituation sicherer und bewusster umzugehen, und andererseits, die Lehrveranstaltungen für die Studenten interessanter und abwechslungsreicher zu gestalten


