Kai-Uwe Neumann

Rechtsreferendar


ehemals: wissenschaftlicher Mitarbeiter an der juristischen Fakultät der Universität Rostock

 

Im Oktober 2005 nahm ich direkt nach Bestehen der Ersten Juristischen Staatsprüfung eine Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Europarecht, Völkerrecht und Internationale Beziehungen (Prof. Dr. Schütz) an der juristischen Fakultät der hiesigen Universität an. Wie üblich umfasste die Stellenausschreibung auch ein Lehrdeputat von 2 SWS, so dass ich sogleich im WS 2005/2006 ohne jegliche didaktische Erfahrung und ohne eine konkrete Vorstellung vom Thema „Lehre“ eine eigene Veranstaltung abhalten musste – bzw. durfte, denn wie sich später herausstellte bot die Lehre eine willkommene Abwechselung zum zeitweilig trägen Alltagsgeschäft.

 

Trotz einiger Nervosität und nur wenigen Erfahrungen und Erinnerungen aus meiner Zeit als Student, habe ich dann im ersten Jahr meine Lehrveranstaltungen – zumindest dem Feedback der Studenten nach – doch ganz ordentlich abgehalten. Dennoch wollte ich mich mit dem Thema „Lehre“ näher beschäftigen, Kenntnisse erwerben und mich konsequent verbessern. So wurde ich auf das Programm der Hochschuldidaktik, welches damals noch unter dem Namen „Tage der Lehre“ firmierte, aufmerksam.

 

Die Kurse aus dem Angebot der Hochschuldidaktik, die ich erstmals im Sommer 2006 besuchte, waren mir dann in der Tat eine große Hilfe. Hier gab es eine Fülle an nützlichen Tipps und Tricks für die eigene Lehre, insbesondere in Bezug auf die didaktische Aufarbeitung und Vermittlung des Unterrichtsstoffes. Neben der Darbietung der notwendigen theoretischen Grundlagen Rund um das Thema „Lehre“, gab es, und das habe ich als besonderes hilfreich und gewinnbringend empfunden, immer wieder genügend Raum zur praktischen Erprobung und zum Erfahrungsaustausch. Auch die Bandbreite des Kursangebots hat zum Lernerfolg beigetragen. Zu den klassischen Kategorien aus diesem Bereich wie der darbietenden Lehre, Methoden zur didaktischen Aufarbeitung des Stoffes oder dem Prüfen und Betreuen von Studenten, kommen auch Disziplinen, die über den Tellerrand hinausschauen. Dazu gehören etwa Kurse zur Sprechbildung oder zur Konfliktkommunikation.

 

Aus diesem „Mix“ an gewonnen Erkenntnissen konnte ich vieles in meine eigenen Lehre übertragen und diese so nachhaltig verbessern. Die freundliche Atmosphäre in den einzelnen Kursen, der Kontakt zu KollegInnen aus anderen Disziplinen sowie die hervorragende Betreuung durch das ZQS runden meinen überaus positiven Eindruck vom Programm der Hochschuldidaktik ab.

 

So hatte ich über gut 2 Jahre viel Spaß an den Kursen. Mittlerweile habe ich das Programm mit der Stufe III erfolgreich abgeschlossen und so nicht zu letzt auch für die eigene Zukunft eine zusätzliche, nachweisbare Qualifikation erworben. Ich denke, dass mir die erworbenen Kenntnisse auch weiterhin in den verschiedensten Situationen helfen werden. Von daher kann ich insgesamt jedem Lehrenden dieses Programm nur ans Herz legen.

 


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