Nico Singer

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Volkswirtschaftslehre der Universität Rostock


Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen sind in der Regel mit zwei bis vier Semesterwochenstunden in die Lehre und meistens durch eine begleitende Promotion in die Forschung eingebunden. Da aus meiner Sicht die Lehre planbarer ist, als der Promotionsverlauf, sollte es für jeden Mitarbeiter mit dieser Konstellation darum gehen, sich durch gut strukturierte Lehr- und Verwaltungsaufgaben Freiräume für die Forschung zu schaffen. "It is essential to bring your teaching in order", sagte kürzlich ein renomierter Ökonom zu jungen Doktoranden. Um das zu erreichen, liefert das hochschuldidaktische Basisprogramm die notwendigen Werkzeuge.

Als Mitarbeiter an der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, wo in den ersten Semestern der Bachelorausbildung hunderte Studenten betreut werden müssen, halte ich vorlesungsbegleitende Übungen meistens vor 50-100 Studenten. Eine Übung in dem Sinne, dass die Studierenden praktische Aufgaben lösen und dabei durch den Dozenten unterstützt werden, ist unter diesen Voraussetzungen nur schwer möglich. Im hochschuldidaktischen Basisprogramm habe ich u.a. gelernt, wie mit dieser besonderen Situation umzugehen ist, also wie man zum Beispiel mit einer großen Übungsgruppe optimal interagieren kann. Desweiteren hat mir das Erlernen sogenannter "soft skills" wie Körpersprache, Ausdrucksvermögen, Argumentations- und Moderationsstrategien nicht nur für die Lehre, sondern auch für die Forschung sehr weitergeholfen. Ein wichtiger Begleiter während des gesamten Weiterbildungsprogramms war für mich der rege Austausch mit Kollegen aus verschiedenen Fachbereichen. Dadurch konnte das ein oder andere Problem in der Lehre bereits in der Gruppe gelöst werden.

 

Insgesamt ist das hochschuldidaktische Basisprogramm, meiner Erfahrung nach, sowohl für die Lehre als auch für die Forschung sehr gewinnbringend.


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