Yvonne Niekrenz

Soziologin an der Universität Rostock


Wie viele andere NachwuchswissenschaftlerInnen auch, begann ich meine Lehre an der Universität ohne eine didaktische Ausbildung. Weil ein solides Wissen über Lehr-/Lernprozesse und didaktische Konzepte meine Lehre und den Lernerfolg der Studierenden verbessern sollten, habe ich im Februar 2006 meine ersten hochschuldidaktischen Kurse an der Universität Rostock belegt. Von einigen Workshops konnte ich mehr Ideen umsetzen als von anderen, aber jedes Mal boten sie mir die Möglichkeit, mich mit anderen Lehrenden der Universität auszutauschen.

 

Welche Methoden funktionieren auch bei größeren Gruppen? Wie kann man bei kniffligen Konflikten reagieren? Viele solcher Fragen wurden in netter Runde in Pausengesprächen und darüber hinaus auch schnell in einem „Didaktik-Stammtisch“ unter KollegInnen besprochen. Ein spannender Mix aus Lehrenden ganz unterschiedlicher Disziplinen machte einen zusätzlichen Reiz aus: Wann denken eine Chemikerin, ein Jurist, eine Theologin, ein Volkswirt und eine Germanistin schon einmal über dasselbe Problem nach? Aus einer „Stammtisch-Idee“ ist schließlich sogar ein Buch geworden, das als „Einsteigerhandbuch Hochschullehre“ die Praxis-Erfahrungen von drei KollegInnen und mir bündelt.

 

Inzwischen habe ich meine hochschuldidaktische Weiterbildung mit der Stufe III abgeschlossen. Meine Studierenden und ich profitieren von den Kompetenzen, die ich erwerben konnte. Tutorinnen und Tutoren, die am Lehrstuhl in der Soziologie Übungen betreuen, greifen sehr gern auf Methoden zurück, die sie in einem meiner Seminare kennengelernt haben, und auch Lehramtsstudierende finden umsetzbare Ideen.

 

Ich möchte die Lehrenden an den Hochschulen in MV ermutigen: Nutzen Sie die angebotenen Möglichkeiten, ihre Kompetenzen im Bereich Lehre zu verbessern, aufzufrischen und zu erweitern! Wer mit Spaß lehrt, bereitet Spaß am Lernen!

 

 


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